Auszeichnung der Uni: Schüler kommt dem Kaffee auf die Spur

Münster - Jesaja Brinkmann ist ein echter „Kaffee-Liebhaber“, wie er selbst lachend zugibt. So ist es kein Wunder, wie der 20-Jährige auf das Thema seiner Facharbeit kam. Er wollte dem Mythos auf den Grund gehen, ob Espresso und Latte Macchiato wirklich die Leistungen verbessern.

„Ich habe die Auswirkungen des Koffeinkonsums auf das Konzentrationsvermögen von Oberstufenschülern untersucht.“ Damit räumte Brinkmann nicht nur 15 Punkte in der Schule ab, sondern auch den ersten Preis der Dr.-Hans-Riegel-Stiftung und des Zentrums für Begabungsforschung der Uni Münster im Fach Biologie. Brinkmann gehörte zu den 15 Teilnehmern, deren herausragende Facharbeiten in naturwissenschaftlichen Fächern ausgezeichnet wurden.

„100 eingereichte Arbeiten wurden von Wissenschaftlern der Uni bewertet“, sagte Organisator Marco Alfter. „Da waren pfiffige Ideen dabei, auf die auch Professoren nicht immer gekommen wären. Das ist für Schüler aus der zwölften Klasse erstaunlich.“

Brinkmann freute sich über die Ehrung. Er wurde durch einen Bekannten auf den Wettbewerb aufmerksam. Die Untersuchungen haben ihn nun um 600 Euro reicher gemacht - und dürften Kaffee-Freunde enttäuschen. „Koffein hat in meiner Studie kausal keine positiven Auswirkungen auf das Konzentrationsvermögen gehabt.“ Aber zumindest der Glaube scheint Wunder zu wirken, denn egal, ob Placebos oder echtes Koffein konsumiert wurden - „die Leistung wurde bei beiden Gruppen besser.“

Quelle: Florian Schlecht, http://www.ahlener-zeitung.de/lokales/muenster/nachrichten/1693071_Ausze...