Wird der Kaffee bei uns teurer?

Schädingsbefall in Mittelamerika 70 Prozent der Ernte in Gefahr

Kaffee-Krise in Mittelamerika: 70 Prozent der Anbauflächen allein in Guatemala sind von Pilz befallen. Auch die Ernten in Mexiko, Costa Rica, El Salvador und Honduras sind in Gefahr. Guatemalas Präsident Otto Molina Perez rief den Kaffee-Notstand aus und gab damit umgerechnet 10,5 Millionen Euro staatliche Hilfe für Kaffeeanbauer frei. „Wenn wir die notwendigen Maßnahmen nicht ergreifen, könnte unsere (Kaffee-) Produktion 2013/2014 um 40 Prozent zurückgehen”, sagte Molina. Was das heißt: Auch deutsche Verbraucher müssen tiefer in die Tasche greifen.

Der Pilz – Kaffeerost – hat sich auch in anderen mittelamerikanischen Ländern wie El Salvador, Honduras, Panama und Costa Rica ausgebreitet, die zum Teil ähnliche Maßnahmen wie Guatemala ergriffen. In Mexiko wurde der Pilz entdeckt, hat aber nach Angaben der Behörden noch nicht die Kaffeepflanzen geschädigt. Molina sagte, die Nothilfe ermögliche es 60 0000 Kleinbauern, Pestizide zu kaufen. Zudem könnten sie unterrichtet werden, wie die Ausbreitung des Rosts verhindert werden kann. Betroffen sind nach Angaben der Vereinigung guatemaltekischer Kaffeeproduzenten 193 000 Hektar der 270 000 Hektar Anbauflächen – allein in Guatemala.

Quelle: www.bild.de, http://www.bild.de/geld/wirtschaft/kaffee/pilzbefall-in-suedamerika-wird...